Täglich fünf neue “Fahrradbesitzer” in Linz

„Die aktuellen Statistiken zu den Fahrraddiebstählen in Oberösterreich und insbesondere in Linz sind alarmierend. 2012 sind in Oberösterreich 2.670 Fahrräder gestohlen, 2013 insgesamt 3.600 und letztes Jahr sind bereits 3.965 ‘Drahtesel‘ entwendet worden“, berichtet Sicherheitsstadtrat Detlef Wimmer. 2015 soll die Zahl erstmals deutlich über 4.000 liegen – knapp die Hälfte davon wird in Linz “gefladert”.

Ein Problem, das jeder Linzer Radler kennt: Wer mit seinem Bike in die City fährt, hat keinen geeigneten – sprich sicheren – Platz zum Parken seines Drahtesels. Fünf Räder verschwinden in Linz pro Tag: “Nur jeder 20. Fahrraddiebstahl wird aufgeklärt. 95 Prozent der gestohlenen Fahrräder verschwinden für immer“, berichtet Verkehrsclub Österreich-Sprecher Gratzer. Wenn das Radl erst mal weg ist, gibt’s also kaum Chancen auf ein Wiedersehen. Der VCÖ schätzt den durch Fahrraddiebstähle verursachten Schaden auf über 50 Millionen Euro. Mehr als sechs Millionen Fahrräder gibt es in Österreich, 28.274 davon wechselten im Vorjahr unerlaubt den Besitzer, weist der VCÖ auf aktuelle Daten des Innenministeriums hin. „Im Vergleich der vergangenen 15 Jahre ist das der zweithöchste Wert.

Wie Lösungen für dieses Problem aussehen könnten? Hochwertige Schlösser und die kostenlose Codierung schrecken kaum ab. Eine Idee wäre die Einrichtung von Fahrradabstellzonen in Tiefgaragen. Damit könnte den Besitzern von neuwertigen Rädern  die Möglichkeit geboten werden, gegen ein geringens Benützungsentgelt sicher zu parken”, schlägt Stadtrat Detlef Wimmer vor. Mit Ausnahme der SPÖ stimmten vor ein paar Jahren alle Parteien für den Ausbau von sicheren öffentlichen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zu. Keine Mehrheit hat jedoch der Antrag auf videoüberwachte Abstellplätze in Tiefgaragen gefunden – SPÖ und Grüne waren dagegen.

 

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