Rodeln in Linz: BILLA-Sackerl oder Züpfi-Bob?

Wer glaubt, Rodeln und Bobfahren seien Kinderkram, versäumt was: Egal ob puristisch mit dem Billa-Sackerl, im 80er-Style mit dem “Züpfibob” oder klassisch auf der Holzrodel: Eine zünftige Rodelpartie in Linz darf in keinem Winter fehlen. Der LINZA weiß, wo’s so richtig bergab geht.

So mancher Ex-Halbstarke erinnert sich gern zurück an die Jugendzeit, als die eine oder andere Rutschpartie mit einem Billasackerl oder auf dem Züpfibob am Programm stand. Dann folgte meist eine lange Pause – viele sitzen erst wieder auf einer Rodel, wenn der eigene Nachwuchs diesbezügliche Avancen macht. Dabei unterliegt eine rasante Rodelpartie absolut keiner Alters- oder Familienbeschränkung: Egal, ob alleine, mit dem Schatzi oder in einer ganzen Clique – mit Plastiktüte, Rodel oder Plastikbob lässt sich in Linz einiges anstellen. Unsere Empfehlungen:

Pöstlingberg    
Der Klassiker schlechthin: zu Fuß oder mit der Bergbahn auf den Pöstlingberg und über die Mayrwiese zurück nach Linz donnern. Davor kann man auf der Übungswiese direkt neben der Bergstation noch sein möglicherweise überholungsbedürftiges Rodel-Know-How auffrischen. Geheimtipp: Wenn’s mal ganz viel geschneit hat, sofort rauf auf den Pöstlingberg und die schmale Straße direkt neben der Bergbahntrasse runtergasen. Ein rasanter Ritt, der erst bei der Merkursiedlung bzw. beim Riesenederfeld knapp vor der Stadt endet. Einkehrtipp: das bodenständige Gasthaus Freiseder, wo Kakao, hausgemachte Bauernkrapfen und eine eigene Rodelwiese warten.

Bauernberg    
Grade mal einen Pflastersteinwurf von der City entfernt: der vielbesuchte Bauernberg (Waldeggstraße beim Cembrankeller). Einziges Problem: die Schneelage im Zentrum der City ist meist sehr mau-mau.

Freinberg    
Direkt beim Freinbergsender – 150 Höhenmeter über der Landeshauptstadt – wartet eine knackig-steile Wiese auf unverwegene Rodelhelden (Bus ab Taubenmarkt – oder in 20 Minuten zu Fuß über das Linzer Schloss). Bei entsprechendem Wetter ist ein sensationeller Blick über die Landeshauptstadt inklusive. Einkehrtipp: der Wienerwald direkt neben dem Sender.

Wasserwald    
Von der Straßenbahnhaltestelle “Neue Welt” sind’s noch 15 Gehminuten zum knapp 500 Hektar großen Wasserwald. Der dortige Rodelhügel stellt sich ziemlich frech auf und ist allemal die (kleine) Reise wert: Neben einem steilen “schwarzen” Schusshang gibt’s noch drei weitere Varianten (Empfehlenswert: der Hohlweg). Einkehrtipp: das Bratwurstglöckerl (Angerholzerweg 38).

Donaupark    
Für die absoluten Weicheier unter den Rodelistas sei der Damm am Donaupark neben dem Lentos empfohlen. Mit nur ein paar Metern Höhenunterschied und entsprechendem “Speed-Thrill” taugt dieser Tipp jedoch maximal für eine b’soffene G’schicht (mit nacktem Hintern) nach einem Altstadt-Ziaga.

So schnell geht’s abwärts:
Nackter Hintern: bis 12 km/h
BILLA-Sackerl: bis 20 km/h
Schnee-Wok: bis 23 km/h
Züpfibob: bis 25 km/h
Snow-Tube (Reifen): bis 30 km/h
Schlitten: 30-35 km/h
Rennrodel: bis 55 km/h

 

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